Thema Olympiabewerbung

Bürgerabstimmung im April

Die Diskussion ist hiermit eröffnet: Soll sich Köln zusammen mit anderen NRW-Städten für Olympische Spiele bewerben? Im April ist eine Bürgerabstimmung angesetzt. Es geht um die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044.

 

Mit im Rennen: Berlin, Hamburg und München. Die Befürworter in Köln sehen in Olympia große Chancen für die Imagepflege und für lokale Wirtschaftsunternehmen. Die Gegner finden alles viel zu teuer und risikoreich in einer Stadt, die überschuldet ist und wo nichts fertig wird.

 

An dieser Stelle sammeln wir Meinungen und Stellungnahmen, soweit sie an den Bürgerverein Köln-Müngersdorf herangetragen werden. Denn Müngersdorf wäre wegen der umliegenden Sportstätten direkt betroffen, sollte Olympia wirklich auf Kiel gelegt werden. Da kann sich der Bürgerverein nicht heraushalten. 

 

Hanno Frings, Stand: 19.03.2026

 

"Leider verweigert die Stadt Köln konkrete Auskünfte"

Bezirksbürgermeister Roland Schüler (Die Grünen) am 16. März 2026:

 

"Ein Bürger hat versucht, bei der Stadt Köln Aussagen zur Jahnwiese und zum temporären Tennisstadion im Müngersdorfer Sportpark zu erhalten.

Die Antworten sind dürftig und mau, aber zwischen den Zeilen aussagekräftig. Ich habe dies kommentiert. 

 

Inzwischen wird Weiteres für den Bereich des Müngersdorfer Stadions bekannt: Das kann gerne auf den jeweiligen Internetseiten bzw sozialen Medien verbreitet werden.
 

Jahnwiese 

 

Zusammenstellen der Puzzleteile:  

Nutzung der Jahnwiese für den Sportwettbewerb  Bogenschießen für mindestens 5 Wochen für die Spiele, zwei Wochen Zwischenzeit zwischen Olympische und Paraolympische Spiele + Aufbau und Abbauzeiten x Wochen.

Roland Schüler, Bezirksbürgermeister Köln-Lindenthal (Die Grünen). Foto: hf 2025

Somit ist die Jahnwiese für den Vereins- und Freizeitsport  9-11 Wochen gesperrt. Von früheren Veranstaltungen wissen wir, dass nicht nur die Veranstaltungsfläche Jahnwiese, sondern ein größerer Raum der Öffentlichkeit entzogen wird (u.a. Sicherheit). So waren die Vorwiesen zum Stadion während der WM 2006 über Wochen für die Öffentlichkeit gesperrt. Die Stadt begründet den Entzug der öffentlichen Flächen für private, kommerzielle Nutzung mit der Bedeutung der Olympischen Spiele.

 

Zudem ist die Jahnwiese, wie andere Naturflächen, kostspielig wieder herzurichten. Nach dem Robbie-Williams-Konzert auf der Jahnwiese konnte die Jahnwiese gut 2 Monate nicht genutzt werden, da die Wiese zu sehr beschädigt war. Werden diese Kosten berücksichtigt?

 

Tennisstadion 12.000 Zuschauende 

 

Dieses soll nicht dauerhaft, sondern nur temporär errichtet werden. Somit kein nachhaltiges Konzept, welches auch teuer ist.

Besonders die notwendige Infrastruktur an Leitungen und Kanälen für 12.000 Zuschauende wird kostenintensiv.

 

Auffallend ist, dass die Stadt Köln keine Fläche angibt, wo es errichtet werden soll. Im Müngersdorfer Sportpark gibt es keine freie Fläche, die nicht heute schon durch Nutzungen (Vereinssport, Freizeitsport oder privat wie Rot-Weiss-Tennis- und Hockeyclub, ASV oder Cologne Cardinals) belegt ist. 

Auch hier ist die Dauer viel zu kurz angegeben. Denn Aufbau- und Abbau solcher größeren Stadien nehmen Zeit in Anspruch. 

 

Bei jeder Veranstaltungsfläche wird die Natur in Anspruch genommen.    

Leider verweigert die Stadt Köln konkrete Auskünfte vor der Bürgerabstimmung, damit die Folgen nicht so deutlich werden.

 

Ihr Bedauern zu den bisherigen offiziellen Infoveranstaltungen teile ich. Zu einer Veranstaltung, die von der BIG Junkersdorf geplant wurde, hatte kein Vertreter der Stadt Köln oder vom Stadtsportbund Zeit gehabt, sich mit KritikerInnen in Verbindung zu setzen. 

 

Wir versuchen weiterhin, Öffentlichkeitsarbeit zu machen. Ich kann dazu nur diese Internetseite empfehlen: https://nolympia-colonia.de/ .

 

Am Samstag, 28.03.2026, werden wir vorauss. ab 9.00 Uhr auf dem Wochenmarkt in Braunsfeld Kitschburger Straße stehen. Wie auch die Stadt Köln mit einem offiziellen Infostand."

 

Roland Schüler, 16. März 2026

 

Die Belange der Nutzer*innen der Jahnwiese werden (...) selbstverständlich berücksichtigt

Antworten der Stadt Köln auf Fragen eines Bürgers, der anonym bleiben möchte, im März 2026 - weitergeleitet von Roland Schüler (seine Einordnung oben).


Vielen Dank für Ihre Nachricht im Rahmen der Bürger*inneninformationsveranstaltung am 10. März 2026. Wir möchten Ihnen gerne noch im Nachgang zur Veranstaltung auf Ihre Fragen antworten.

 

Zur möglichen Nutzung der Jahnwiese für das Bogenschießen:

 

Nach aktuellem Konzeptstand können wir derzeit lediglich abschätzen, dass die Wettkämpfe im Olympischen und Paralympischen Bogensport voraussichtlich über einen Zeitraum von etwa fünf Wochen stattfinden würden. Die Olympischen Spiele dauern ca. drei Wochen, die Paralympischen Spiele ca. zwei Wochen. In dieser Zeit wäre eine Nutzung der entsprechenden Flächen wie von Ihnen thematisiert nur eingeschränkt möglich.

 

Uns ist bewusst, dass die Jahnwiese insbesondere in den Sommermonaten intensiv durch den Breiten- und Freizeitsport genutzt wird. Gleichzeitig würde eine mögliche Ausrichtung olympischer Wettkämpfe den Kölner*innen ein außergewöhnliches internationales Sportereignis direkt vor der eigenen Haustür ermöglichen. Unabhängig davon ist es der Stadt ein wichtiges Anliegen, die Einschränkungen für den Breiten- und Freizeitsport so gering wie möglich zu halten. Die Belange der Nutzer*innen der Jahnwiese werden in den weiteren Planungen selbstverständlich berücksichtigt. In diesem Zusammenhang wird auch geprüft werden, inwieweit während des Veranstaltungszeitraums geeignete Ausweichmöglichkeiten angeboten werden können.
 

Zum temporären Tennisstadion:

 

Nach aktuellem Konzeptstand ist geplant, ein temporäres Tennisstadion mit einer Kapazität von etwa 12.000 Zuschauer*innen zu errichten. Als Standort im Konzept ist derzeit der Sportpark Müngersdorf vorgesehen.

Da es sich um eine temporäre Anlage handelt, würde das Stadion ausschließlich für die Dauer der Veranstaltung aufgebaut und anschließend wieder vollständig zurückgebaut, sodass keine negativen Auswirkungen für die dortige Infrastruktur, Natur und Grünflächen entstehen.

Sollte die Bewerbung weiter konkretisiert werden, werden die konkreten Detailplanungen zu Größe, Bauweise und Flächennutzung in den kommenden Jahren deutlich detaillierter ausgearbeitet und selbstverständlich weiterhin öffentlich vorgestellt und diskutiert.

Wir würden uns freuen, wenn Sie bis dahin die Bewerbung nach Ihren Möglichkeiten mit unterstützen. Weitere Informationen zur Bewerbung finden Sie unter www.stadt-koeln.de .

 

Wir danken Ihnen noch einmal herzlich und verbleiben

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag

Ihr Olympia-Büro der Stadt Köln

 

Stadt Köln – Der Oberbürgermeister

Stabsstelle Olympia und Paralympics

 

März 2026

Bürgerverein Köln-Müngersdorf e.V.
Kirchenhof 4
50933 Köln

www.bvm.koeln

info@bvm.koeln

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