Veranstaltung: 90 Jahre Rheinlandbesetzung am 7. März 1936

Wie die Hitlerjugend in den Müngersdorfer Petershof kam

Stand: 20.02.2026, hf

 

Die "Machbarschaft Petershof e.V." lädt am Samstag, 7. März 2026, zu einer spannenden Veranstaltung ein. Der Anlaß: Der Gedenktag die sog. "Wiederbesetzung" durch die Nationalsozialisten am 7. März 1936. Der Titel der Veranstaltung: "Hitlers Weg in den Zweiten Weltkrieg - und wie die Hitlerjugend in den Petershof kam".

 

Hier die Einladung des Petershofs, die für sich schon spannende Informationen enthält, im Wortlaut:

 

Die völkerrechtswidrige Remilitarisierung des Rheinlands ab dem 7. März 1936 war ein entscheidender Schritt von Hitler in seiner Vorbereitung des Zweiten Weltkriegs. Auch in Köln kehrte die Wehrmacht in ihre alten Kasernen zurück und die im Geheimen bereits begonnene Wiederaufrüstung konnte durch eine rege Bautätigkeit offen fortgesetzt werden.

 

Eine Reitergruppe der Hitlerjugend musste daher eine Kaserne in Köln-Riehl verlassen und die Stadt Köln stellte ihr die leer stehenden Wirtschaftsgebäude des Petershofs in Köln-Müngersdorf für ihre paramilitärischen Übungen zur Verfügung.

 

Heute wird der Petershof von unserem genossenschaftlichen Kultur- und Wohnprojekt umgebaut und wieder nutzbar gemacht. Daher hat dieser Tag eine besondere Bedeutung für uns, um an die Schrecken von Nationalsozialismus und Krieg zu erinnern, und wir laden zu Veranstaltungen im Petershof ein.

 

Ort: Petershof, Lövenicher Weg 9-11, 50933 Köln-Müngersdorf

 

14.00–15.30 Uhr: „Hitlers rheinische Ouvertüre“

Zur Wiederbesetzung der entmilitarisierten Zone am Rhein vom 7. März 1936. Vortrag von Dr. Alexander Wolz mit anschließender Aussprache.

 

Dr. Wolz ist Historiker an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg und hat 2012 eine Dissertation zu diesem Thema abgeschlossen. Sie wurde 2014 im Oldenbourg Verlag unter dem Titel „Die Rheinlandkrise 1936. Das Auswärtige Amt und der Locarnopakt, 1933–1936“ veröffentlicht. In seinem Vortrag wird er vor allem auf die außenpolitische Vorbereitung der Aktion durch Hitler und die deutsche Führung, sowie die Haltung zu der Aktion in England und Frankreich eingehen.

 

15.30–16.00 Uhr: Pause mit Snacks und heißen Getränken

und Führung durch das ehemalige „Reiterheim“ der Hitlerjugend.

 

16.00–17.30 Uhr: „Denkmal der Zukunft – Mahnmal der Vergangenheit“

Wir werden über die Tätigkeit der Hitlerjugend im Petershof berichten und wie hier junge Menschen auf die nationalsozialistische Ideologie eingeschworen und ganz praktisch auf ihren Einsatz im Krieg vorbereitet wurden.

 

Trotz der industrialisierten Kriegsführung spielten Pferde auch noch im Zweiten Weltkrieg eine zentrale Bedeutung für die militärische Infrastruktur; insgesamt wurden 2,8 Mio. Pferde von der Wehrmacht eingesetzt. Zusammen wollen wir diskutieren, was die Erinnerungsarbeit zu diesem Teil der Geschichte des Petershofs für unser heutiges Engagement gegen Faschismus und Krieg bedeuten kann.

 

Abschluss: Gang zum „Gedenkort Deportationslager Köln-Müngersdorf 1941–1945“, der sich in unmittelbarer Nähe des Petershofs befindet.
 

Drei Hinweise zum Veranstaltungsort:

1. Der Zugang zum Raum ist barrierefrei, zur Toilette leider nicht.

2. Der Saal ist nur begrenzt beheizbar, bitte zieht euch warm an.

3. Der Petershof ist autofrei und es gibt nur wenige Stellplätze in der Umgebung, bitte reist mit ÖPNV (U1, Bus 141, 143) oder Fahrrad an.

 

(gez.:) Machbarschaft Petershof e.V. – www.petershof.org – Kontakt: geschichte@petershof.org

Bürgerverein Köln-Müngersdorf e.V.
Kirchenhof 4
50933 Köln

www.bvm.koeln

info@bvm.koeln

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